Das Stand Up Paddle Surfing – übersetzt bedeutet das in etwa so viel wie “Paddlesurfen im Stehen” – wird oftmals mit SUP abgekürzt. SUP ist eine Surfart, bei der der Surfer aufrecht auf dem Surfbrett steht und mit dem Stichpaddel für den zur Fortbewegung nötigen Vortrieb sorgt.
Doch Stand Up Paddle Surfer “fahren” nicht immer nur auf dem Wasser herum, sie nutzen das Paddel oft auch als eine “Stütze” beim Wellenreiten.
Grundsätzlich ist der Sport nicht schwer zu erlernen, schon nach wenigen Fahren auf dem Wasser kannst du dich als Anfänger zumindest auf dem Board halten und dich selber mit dem Paddle fortbewegen.
Entstehung
Schon in ägyptischen Gräbern findet man Malereien von Fischern auf Schilfbooten, die dem heutigen SUP durchaus ähnlich sehen.
Man schreibt dem Stand Up Paddle Surfing allerdings eine polynesische Herkunft zu: Es soll dort Fischer gegeben haben, die vor Tahiti auf kleinen Kanus stehend gefischt haben sollen.
Einige Zeit später dann könnte man die Anfänge des Stand Up Paddle Surfing dann bei hawaiianischen Surflehrern beobachten: Die Fortbewegung mithilfe des Paddels machte es ihnen möglich, schneller zu den wellenbrechenden Riffen zu gelangen. Außerdem konnten sie durch ihre erhöhte Position einen besseren Überblick über ihre Schüler behalten.
Fiel dann mal am ein oder anderen Tag der Wind etwas mager aus, so war SUP eine nette Alternative für die vergeblich angereisten Windsurfer oder Wellenreiter.
Surfer wie Laird Hamilton und Robby Naish brachten SUP dann mit in die USA und nach Europa und der neue Surfsport wurde zu einer selbstständigen Wassersportart.
Stand Up Paddle Surfer finden sich vor allem auf Hawaii, an der Pazifikküste der USA, in Australien, Großbritannien und auch in Japan. Immer öfter findet man sie auch auf Binnengewässern, sodass es keinen wundern würde, wenn SUP auch Deutschland eroberte.
Disziplinen
Im Stand Up Paddel Surfing gibt es grundsätzlich zwei Disziplinen: das Stand Up Paddle Surfing und das Distance Stand Up Paddling. Selbst in Deutschland werden bereits nationale und internationale Wettkämpfe im SUP ausgetragen.
Boards
Anfangs und zur Übung werden dir meist Longboards oder sogenannte Tandemboards erst mal reichen. wichtig ist, dass die Boards genügend Auftrieb erzeugen, um das dein Gewicht und das des Paddels – zugegeben, das Paddel wird eher wenig des zu tragenden Gewichts ausmachen – zu tragen.
Mittlerweile gibt es extra für das SUP entwickelte Boards und Paddel. SUP-Boards sehen gewöhnlichen Surfboards sehr ähnlich, auch wenn es Varianten von 2,30m bis 4m gibt.
Beim Distance SUP wird ein speziellen Board benutzt, dass gewöhnlichen Longsurfboards zwar ähnlich sieht, aber dessen Rumpf durchaus Ähnlichkeit mit mit einem Kajak haben kann. manche SUP-Boards sind so groß, dass sie sogar zwei Personen tragen können. Auch in Material und Herstellungsverfahren ähneln SUP-Boards normalen Surfboards. Allerdings sind SUP-Boards oftmals noch mit einer perforierten Oberfläche versehen, um einen sicheren Stand zu gewährleisten. Die Boards können je nach Größe und Ausführung ein Gewicht von bis zu 280kg tragen.
Paddel
Beim “normalen” SUP wird ein Paddel benutzt, dass gut und gerne mal 20cm länger ist als der Surfer selbst – beim Distance SUP sind es sogar gut 30m. Diese Tatsache ermöglicht einen längeren und kraftvolleren Zug und der Surfer kann eine möglichst hohe Geschwindigkeit erreichen. Paddel gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen: Günstigere Paddel haben einen Aluminium-Schaft und ein Kunststoff-Blatt, während teurere und leistungsfähigere Paddel aus Glasfaser und Carbon hergestellt wurden, was ihr Gewicht reduziert.
Sonstige Ausrüstung
Neben Paddel und Board solltest du noch einige nützliche Dinge mit dir führen: Trinkwasser und ein Snack schaden nicht, genauso wenig wie UV-Schutz und Sonnenbrille. Diese Ausrüstung ist vor allem dann wichtig, wenn du lange Strecken zurücklegen willst. Je nach Wassertemperatur könnte auch ein Neoprenanzug nützlich sein. Du darfst nie vergessen, dass du zwar wahrscheinlich – je nach dem, wie gut du dein SUP-Board schon beherrschst – die meiste Zeit auf dem Wasser zubringst, dass es aber durchaus sein kann, dass du mal nass wirst. Deshalb solltest du lieber keine elektronischen Geräte mit dir führen (wie etwa das Handy oder den MP3-Player). Ist die Sicht auf dem Wasser schlecht, kannst du mit Hilfe eines Kompasses den Weg zurück zum Ufer finden.